In der zweiten Saison nach dem Abstieg aus der 1. Liga überwinterte der FC Wangen b. Olten in der 2. Liga inter auf einem Abstiegsplatz. In der Rückrunde wird alles anders sein, verspricht Trainer Felipe Giacomini. «Die Vorrunde war eine Katastrophe. Wir hatten einfach nicht genug Spieler.» Deshalb rüstete Wangen im Winter mächtig nach. Mit Bozo Predojevic, Matus Otruba, Furkan Tan, Wellington Dos Santos und Mateo Trgo standen fünf Neuverpflichtungen in der Startelf.

 

Rückkehrer Predojevic sorgte im Derby gegen Dulliken in der 24. Minute – allerdings mithilfe eines Handspiels – für den 1:1-Ausgleich. Der 32-jährige Kroate stand schon mehrfach beim FCW unter Vertrag, damals noch in der 1. Liga. Auch das Siegestor in der 70. Minute erzielte mit Wellington Dos Santos ein Winterzuzug.

 

Der 26-jährige Brasilianer spielte für Breitenrain und Köniz in der Promotion League und zuletzt beim SC Zofingen in der 1. Liga. «Die neuen Spieler haben es sehr gut gemacht. Ich bin zufrieden. Es war mental sehr wichtig, dass wir im ersten Spiel drei Punkte holten», sagte Giacomini.

Wangen klettert über den Strich

Für die Wangner war es der dritte Sieg im dritten Derby. In der Vorrunde gewannen sie zu Hause gegen Dulliken mit 6:1. Dazu der 3:0-Sieg gegen Olten. «Der Sieg war total verdient», so Giacomini. «Obwohl der Platz sehr schlecht war, wollten wir flach spielen und neunzig Minuten lang den Ball laufen lassen.

Wir wussten, dass sie stark sind auf hohe Bälle. Dafür haben sie am Boden Probleme im Eins-gegen-Eins. Das nutzten wir aus.» Das Team sei nach den diversen Mutationen noch nicht gänzlich eingespielt. «Deshalb zählt im Moment nur der Sieg, egal wie. Wir müssen Vollgas geben und bis Ostern hinten rauskommen», forderte Giacomini. Dank des Siegs gegen Dulliken kletterte Wangen auf Kosten des FC Olten über den Strich. Bis Ostern bleiben vier Spiele, unter anderem das Derby in Olten.

Der FC Dulliken rutschte auf den zweitletzten Platz ab. Vor einer Woche hatten die Niederämter beim Rückrundenstart in Wettingen Moral gezeigt und sich mit zwei späten Toren einen Punkt erkämpft. Dies gelang gegen den Kantonsrivalen nicht. Begonnen hatte alles ganz nach dem Geschmack der Dulliker.

Bereits in der vierten Minute lag der Ball hinter Wangens Goalie Grob. Duraku stocherte Dullikens erste Chance über die Linie. Davor hatten die Wangner bereits zwei Eckbälle und eine Halbchance durch Morinaj verzeichnet. Gross war der Ärger beim Heimteam, als Predojevic den Ball beim 1:1 in der 24. Minute mit der Hand mitnahm. «Das war ganz klar irregulär», sagte Trainer Alessandro Rizzo.

«Das muss man sehen. In unserer Situation ist so ein Gegentor einfach bitter. Und es brachte auch Hektik ins Spiel.» Im Grossen und Ganzen habe er eine gute Leistung gesehen von seiner Mannschaft. «Der Kampf und der Wille waren definitiv da. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit gefährliche Szenen. In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Qualitativ sah ich keinen Unterschied zwischen den beiden Teams», so Rizzo.

Der ehemalige 1.-Liga-Angreifer wechselte sich, wie schon gegen Wettingen, in der zweiten Halbzeit selber ein. Dass der 34-Jährige wieder in die Hosen steigt, war Anfang Saison nicht geplant. Erst in der Winterpause habe sich dieses Szenario abgezeichnet. «Ich mache es, wenn ich das Gefühl habe, dass ich der Mannschaft dadurch einen Impuls geben kann. Und die Jungs wollen das auch, das ist mir und dem Staff sehr wichtig. Ich kann immer noch gefährlich sein.»

Quelle: OT Link